Als Puristin wurde sie international gefeiert: Die deutsche Modedesignerin Jil Sander vereinte in ihren Kollektionen stets bestechende Schnitte mit herausragender Materialqualität und innovativem Ansatz. Den Laufstegen dieser Welt hat sie inzwischen den Rücken gekehrt, ihre Schaffenskraft jedoch ist ungebremst. Sie sagt: „Für mich gehört kreative Arbeit zu meinem Leben.“ Für Thonet hat sich Jil Sander nun erstmals in die Welt des Möbeldesigns vorgewagt und die bekanntesten Stahlrohr-Klassiker aus den späten 1920er Jahren im Rahmen der Signature-Kollektion JS . THONET neu interpretiert: „Design und Architektur haben mich immer schon beeinflusst, ich habe mich bereits früh damit beschäftigt“, so Jil Sander. Dem ikonischen Freischwinger S 64 verleiht sie in den beiden Gestaltungslinien SERIOUS und NORDIC besondere Eleganz und neue Klasse – mit hochglanzlackierten Holzdetails, veredelten Stahlrohrgestellen, Sitzflächen und Rückenlehnen aus Wiener Geflecht oder Leder in nuanciert abgestimmten Farbtönen.
Die Signature-Kollektion JS . THONET umfasst zwei Gestaltungslinien: Unter dem Titel SERIOUS veredelte Jil Sander in enger Zusammenarbeit mit dem Thonet-Designteam den Stahlrohrklassiker S 64 mit einem Gestell in glänzender Titan-Anmutung und mit Leder bezogenen Sitz- und Rückenpolstern in vier Farbtönen. Zudem gibt es eine Variante mit Sitzfläche und Rückenlehne in dunkel eingefärbtem Rohrgeflecht Dark Melange. Die Holzrahmen und -armlehnen der Stühle wurden auf Wunsch von Jil Sander farblich passend hochglanzlackiert. Für die Linie NORDIC hingegen erhielt der Freischwinger ein Gestell mit warm anmutendem, mattem Nickelsilver-Finish sowie Holzelemente aus weiß pigmentierter Eiche und mit weißem beziehungsweise naturfarbenem Leder bezogene Sitz- und Rückenpolster. Zudem gibt es die NORDIC Linie mit Sitzfläche und Rückenlehne in hellem Rohrgeflecht. Beide Gestaltungslinien zeigen den Klassiker in einer luxuriösen Ausführung, die das gestalterische Niveau des Ursprungsentwurfs betont und durch die sensible Aufwertung jedes Details herausarbeitet.
Seit Jahrzehnten steht die Modedesignerin Jil Sander für eine minimalistische Ästhetik, deren poetischer Purismus auf qualitativ hochwertigsten Materialien und erstklassigem Handwerk beruht. Jenseits von kurzlebigen Trends ist ihre Mode von bleibender Relevanz. Das gilt auch für Möbel von Thonet. Mit Leidenschaft insbesondere für die Materialien Bugholz und Stahlrohr fertigt der deutsche Produzent Design-Ikonen wie die berühmten Bauhaus-Möbel von Marcel Breuer. „Um diesen Klassikern eine neue Klasse zu geben, erschien uns Jil Sander, die selbst ihre Ästhetik in der Bauhaus-Tradition verwurzelt sieht, eine kongeniale Gestalterin“, erklärt Norbert Ruf, Creative Director von Thonet. Mit Blick auf Jil Sanders Werk sah man bei Thonet eine große Übereinstimmung der Werte: Beide eint der Anspruch an Material, Verarbeitung und Design und eine daraus resultierende Qualität des Produkts. Sowohl die Entwürfe von Jil Sander als auch die Möbel von Thonet erzielen Langlebigkeit durch zeitloses Design; der Innovationsansatz liegt dabei oft im Detail. Der Blick für die besondere Konstruktion, die perfekte Ausführung sowie die immer vorhandene Idee von gut gestalteter Nutzbarkeit zeichnet beide Partner in diesem Projekt aus.
„Jil Sanders Mode stand immer für einen lässigen, eleganten Luxus – und wurde damit über viele Jahre gern getragen, so wie Möbel von Thonet die Menschen oft ein Leben lang begleiten“, sagt Norbert Ruf. Und: „Jil Sander wie auch uns geht es stetig darum, Menschen über Produkte einen Wert zu vermitteln.“ Der Luxus-Aspekt, den die Kollektion von Jil Sander für Thonet beinhaltet, liegt in der außergewöhnlichen Qualität von Material und Detail und ist durch absolute Zeitlosigkeit und Wertstabilität gerechtfertigt: Es sind nachhaltige Möbel, die uns ein Leben lang umgeben und die Investition lohnen. „Ich wollte die Klassiker nicht neu erfinden,“ sagt Jil Sander selbst. „Mir geht es um Veredelung.“ Die Designerin zeigt sich begeistert von der langen Geschichte der Freischwinger und vom Qualitätsniveau der Herstellung in Frankenberg – etwa dem Prozess des Holzbiegens in der Manufaktur. Den Lack von Steinway-Flügeln, die Lederpolsterung von eleganten englischen Autos und das matte Nickelsilver von Architekturelementen nennt Jil Sander unter anderem als Inspirationsquellen für ihre Neuinterpretation des Modells S 64. Mit Architektur und Innenarchitektur hat sich die Modedesignerin intensiv auseinandergesetzt – sie wirkte auch an der Einrichtung ihrer Flagship-Stores mit. Dort setzte sie weltweit etwa Stahl mit einer satinierten Nickelsilver-Legierung ein.
Ein Beistelltisch ergänzt die Signature-Kollektion JS . THONET: Der klassische Stahlrohr-Satztisch B 97, ein vielfältig einsetzbarer Thonet-Entwurf aus dem Jahr 1933 korrespondiert gestalterisch mit den Stühlen. Das Tisch-Set B 97 erinnert in seinen Dimensionen an die Satztische B 9 von Marcel Breuer. Seine veränderte Konstruktion bietet aber einen praktischen Vorteil. Durch die Öffnung an einer Seite kann man die Tische über den Sofa-, Sessel- oder Bettrand ziehen. Andernfalls werden sie platzsparend eng ineinander geschoben.
Durch ihr Konzept, das traditionelle Werte konsequent mit Innovation verbindet, hat Jil Sander in ihrem Werk den Zwiespalt von Mode und Klassik überwunden und die Zukunft kartografiert. In der Auseinandersetzung mit den Stahlrohrklassikern von Thonet verleiht sie mithilfe von fein austarierten Material- und Farboptimierungen Archetypen des modernen Möbeldesigns neuen Luxus-Appeal.